Junge Landwirte sehen geplantes Gesetz zum Grundstücksverkehr kritisch

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Tobias Zarth (links) und Stefan Koelmann Foto: Friederike Husmann, Land und Forst

Die jungen Landwirtinnen und Landwirte sehen das von Landwirtschaftsminister Meyer in Niedersachsen geplante Gesetz zum Gründstücksverkehr sehr kritisch. Da war das einhellige Fazit der Veranstaltung aus der Reihe „Perspektiven des (Land-)Wirtschaftens zum Thema Bodenmarkt“, die am 07.11.2016 in Rieste bei Firma Kotte im Landkreis Osnabrück stattfand. Veranstalter waren: Junglandwirte Niedersachsen, NLJ, Marketinggesellschaft und AK Agrar. Für die Junglandwirte Niedersachen nahm Tobias Zarth an der Podiumsdiskussion teil, für die NLJ Stefan Koelmann.

Die anwesenden Junglandwirte sehen die von Minister Meyer geplanten Eingriffe der Politik in den Bodenmarkt grundsätzlich kritisch. Viele Details des Gesetzes sehen sie als weiteren Hemmschuh insbesondere für junge Betriebsleiter, die sich eine Existenz für sich und ihre Familen aufbauen wollen. „Der Minister hat zwei Jahre verschenkt, in denen wir konstruktiv hätten arbeiten können,“ sagte ein Junglandwirt aus Südhannover. Hintergrund dieser Aussage ist das Versprechen von Minister Meyer vor zwei Jahren beim Bodensymposium, Praktiver und Verbände bei der Entwicklung des Gesetzes intensiv einzubinden. Diese Zusage hat der Minister nicht gehalten: Bis jetzt hat das Ministerium den Gesetzentwurf nicht zugänglich gemacht. Einige Informationen sind dennoch durchgesickert und von der Agrarfachpresse aufgegriffen worden. Sie werden in der Landwirtschaft heiß diskutiert.

Tobias Zarth, Junglandwirt aus Bad Essen, betonte, dass die für Pachtflächen und für zum Verkauf stehende Flächen geplante Obergrenze von 25 % pro Landwirt und Gemarkung ungerecht ist. Denn die Gemarkungen sind unterschiedlich groß. Zudem fördert die Obergrenze, dass Landwirte noch stärker in Nachbargemarkugen aktiv werden. Das macht allein schon angesichts weiterer Wege ökonomisch und ökologisch keinen Sinn. Die Obergrenze ist völlig ungeeignet.

Niklas Behrens, Stellv. Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen, sagte: „Es ist nicht Aufgabe der Politik, in die Agrarstruktur einzugreifen“.

Weitere Infos über die Veranstaltung sind in den Beiträgen der Land und Forst (Junglandwirte nehmen Bodenmarkt unter die Lupe LuF 17.11.2016) und der Bramscher Nachrichten (s.u.) bodenmarkt-bramscher-nachrichten-12-11-2016 zu entnehmen.

 

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