23. Studienkurs: Berufsnachwuchs macht sich fit fürs Ehrenamt

Die 12 Junglandwirt:innen, die am aktuellen Studienkurs teilnehmen, auf dem Turm der Marktkirche in Hannover

Zwölf junge Landwirtinnen und Landwirte aus Niedersachsen begeben sich gerade auf den Weg ins Ehrenamt rund um die Landwirtschaft. Mit dem Auftakttreffen des diesjährigen 23. Studienkurses Niedersachsen fiel der Startschuss am 2. und 3. September in Ruthe im Landkreis Hildesheim. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Weiterbildung der Akademie Junglandwirte Niedersachsen qualifizieren sich die Teilnehmenden für das landwirtschaftliche Ehrenamt. „Ehrenamt spielt im ländlichen Raum eine Schlüsselrolle“, betont Berndt Tietjen, Leiter des Studienkurses. „Wir bereiten die Junglandwirte im Kurs intensiv darauf vor, sich im ländlichen Raum für unsere Landwirtschaft und unsere Demokratie zu engagieren.“ Je nach Interessenlage bringen sich die Absolventen des Studienkurses zum Beispiel in regionalen Arbeitskreisen Junger Landwirte, in Kreislandvolkverbänden, in Genossenschaften oder in der Kommunalpolitik ein.

„Ich erhoffe mir vom Studienkurs, dass ich das nötige Rüstzeug an die Hand bekomme, um mein Potential im Ehrenamt voll ausschöpfen zu können“, sagt Louis Sindram, Teilnehmer des aktuellen Studienkurses. Der 27-Jährige bewirtschaftet gemeinsam mit seinen Eltern einen Ackerbaubetrieb in Förste im Landkreis Göttingen. Im Juni dieses Jahres wurde er frisch in den Gesamtvorstand des Kreislandvolkverbandes Northeim-Osterode gewählt. Im örtlichen Kirchenvorstand ist er bereits seit über zwei Jahren aktiv.

Die Studienkursler:innen, Kursleitung und Kirchenpädagogin Sandra Janowski in der Marktkirche Hannover

Zum Auftakttreffen des Studienkurses gehört zu Beginn ein Smalltalk-Training. Smalltalk zu beherrschen ist für Ehrenamtliche wichtig, um mit anderen Menschen gut in Kontakt zu kommen. Während der anschließenden Besichtigung des Lehr- und Forschungsgutes der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover in Ruthe mit Leiter Dr. Christian Sürie diskutierte die Gruppe intensiv über die künftigen Erfordernisse bei der Haltung von Nutztieren. Am zweiten Tag ging es in die Marktkirche in Hannover, in der die Junglandwirte am Altar ihre rhetorischen Fähigkeiten trainierten. Zum Abschluss des Auftakttreffens stellte Christine Kolle, Bildungsreferentin des Landvolks Niedersachsen und Geschäftsführerin der Junglandwirte Niedersachsen, die Strukturen des Landesbauernverbandes vor. „Bevor die Gruppe sich im Laufe des Winters mit Vertretern des Landvolks über deren ehrenamtliche Arbeit austauscht, ist uns wichtig, dass sie erfährt, wie der Verband funktioniert“, sagt Kolle. „Wir haben intensiv über Strukturen, Aufgaben und Finanzierung diskutiert“.

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